Firefox 23 – ob das alles gut ist?

Ich bin ja bekennender Fan von Firefox. Aber auch mit mir kann man nicht alles machen… deswegen ist es mir bei dem heutigen Update auf Version 23 durchaus unangenehm aufgefallen das Optionen aus den „Einstellungen“ verschwunden sind. Ich verstehe die Beweggründe der Entwickler… ein gut gemeinter Klick eines Users der glaubt sich auszukennen und schon sieht das Internet komisch aus. So ohne JavaScript und ohne Bilder. Man muss sich in der Evolution einer Software auch verabschieden können. In dem Fall kann ich gerade noch damit leben.

Positiv aufgefallen ist mir hingegen die Möglichkeit, einzelne PlugINs gezielt manuell steuern zu können. War das vorher nur über „about:config“ und dann auch gleich für alle möglich, kann ich jetzt jedem PlugIn eine eigene Verhaltensweise zukommen lassen.

Eine andere Neuerung ist eigentlich nur eine Erweiterung der Socialsidebar. Man kann jetzt – vorausgesetzt ein entsprechender „Dienst“ ist im Browser eingerichtet, über einen Knopf direkt Inhalte von Websites in seinem jeweiligen Profil – z.B. bei Facebook – veröffentlichen.
Und wie das nicht anders zu erwarten war, werden gleich die Stimmen laut die „Spionage“ rufen. Dabei muss man sich folgendes vor Augen halten – ohne den Entsprechenden Dienst in Firefox funktioniert die Sidebar nicht. Ohne sie funktioniert die API nicht. Und ohne Konto bei Facebook gibt es nichts wo die Informationen zusammen geführt werden könnten. Ich gehe im Moment auch davon aus, das die API keine Informationen an Facebook sendet wenn die generell Funktion im Browser nicht aktiviert ist. Davon ab ist Mozilla dafür bekannt, ein Augen auf den Datenschutz zu haben. Und die haben die API mitentwickelt. Anders als über die üblichen, per JavaScript eingebundenen Facebook-Buttons, muss man sich hier wohl wenig Sorgen machen. Genaueres werden aber die diversen Nachforschungen der nächsten Tage ergeben.

Eine sehr schöne Neuerung ist was für Entwickler und interessierte. STRG+Umschalt+Q öffnet (außer man hat den DownloadHelper installiert) die Netzwerkanalyse. Damit ist es möglich die Ladezeiten einer Website unterteilt in die einzelnen Elemente verfolgen zu können. Da erkennt man mal, wie schnell der eigentlich Inhalt in der Regel ausgeliefert wird und wie lahm manche „Features“ so sind. Außerdem bekommt man einen schönen Überblick darüber, wer an so einer Website noch „beteiligt“ ist…

Alles in allem gefällt mir das Release. Ich werde allerdings kritisch sein wenn es um den Plan geht, die Optionen noch weiter zu beschneiden. Selbst wenn sich alles in „about:config“ findet – auch normale User sollten eine Chance haben wenigstens darauf aufmerksam zu werden. Auch wenn mir klar ist das vermutlich niemand den Unterschied zwischen einem lokalen Java und JavaScript versteht… oder verstehen will.

Benny

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